Kleopatra VII. - Einblicke in das Leben der letzen Pharaonin vom 12.11.2025

Cleopatra

Sitzungsplanung

Am Mittwoch begab sich Karin auf eine besondere Reise – eine Verbindung mit Kleopatra, der bekanntesten Königin des alten Ägyptens.

Seit jeher faszinierte Karin die Geschichte des Nillandes, seine geheimnisvolle Kultur, seine Tempel, Götter und Herrscher. Doch keine Gestalt strahlte so hell und zugleich so rätselhaft wie Kleopatra VII. Philopator – die letzte Pharaonin Ägyptens.

Geboren im Jahr 69 v. Chr. als Tochter der ptolemäischen Dynastie, war Kleopatra nicht nur eine Königin von außergewöhnlicher Schönheit, sondern vor allem eine Frau von Geist, Bildung und politischem Geschick. Sie sprach mehrere Sprachen, darunter Ägyptisch, Griechisch und Latein, und verstand es, Macht und Charme gleichermaßen einzusetzen. In einer Zeit, in der das alte Ägypten bereits unter dem Schatten Roms stand, kämpfte sie um die Unabhängigkeit ihres Reiches – mit kluger Diplomatie und leidenschaftlicher Entschlossenheit.

Ihre Beziehungen zu Julius Caesar und später zu Marcus Antonius waren mehr als romantische Verbindungen – sie waren Teil einer großen politischen Strategie. Kleopatra suchte nicht nur persönliche Macht, sondern die Bewahrung der ägyptischen Identität in einer Welt im Wandel. Doch ihr Schicksal wurde zum Sinnbild einer Ära, die endete: Mit ihrem Tod im Jahr 30 v. Chr. fiel Ägypten endgültig unter römische Herrschaft – und mit ihr ging die über dreitausendjährige Geschichte der Pharaonen zu Ende.

Als sich Karin also am Mittwoch mit Kleopatra verband, dann nicht nur mit einer historischen Gestalt, sondern mit einer Frau, die für Mut, Weisheit und Selbstbestimmung stand. Vielleicht ließen sich dabei Facetten ihres Lebens spüren, die in den Geschichtsbüchern nur angedeutet wurden – die Gedanken, Zweifel und Visionen einer Herrscherin, die zwischen zwei Welten lebte: der alten Größe Ägyptens und der aufsteigenden Macht Roms.

Vielleicht offenbarte diese Verbindung etwas, das über das Bekannte hinausging – ein tieferes Verständnis dafür, was es bedeutete, Verantwortung, Leidenschaft und Schicksal in sich zu vereinen.

Kleopatra

Geschichtlicher Kontext

Metaarchäologische Forschungsreise – Kleopatra VII., die letzte Pharaonin Ägyptens

In unserer letzten Sitzung durfte Karin – angeleitet von Gerlinde – stellvertretend für Kleopatra VII. reisen. Schon der Einstieg in die geistige Ebene war bemerkenswert: Karin beschreibt ein helles, fast weißes Plateau mit einem Brunnen in der Mitte, von dem aus sie durch ein hölzernes Tor mit kleiner Messingklinke in eine andere Dimension geführt wird. Hinter dieser Tür steht sie plötzlich in der Wüste – und dort kommt ihr eine gut gekleidete Frau entgegen, mit der sie sich an den Händen fasst und im Kreis tanzt. Auf die Frage, wer diese Frau sei, kommt die klare Antwort: Kleopatra.

Von diesem Moment an tritt Karin in den Hintergrund, und das Bewusstsein der ägyptischen Königin beginnt zu sprechen.

Zuerst zeigt sich Kleopatra als kleines Mädchen im Palast, etwa vier Jahre alt, umgeben von zwei Brüdern und einer Schwester. Die Kinder spielen, ärgern sich, lachen viel – und immer sind Diener in der Nähe, denn die Kinder des Königshauses sind nie unbeaufsichtigt.

Historisch wissen wir über Kleopatras Kindheit fast nichts; die antiken Quellen schweigen weitgehend. Gerade deshalb ist diese kindliche, lebensnahe Szene interessant: Sie fügt dem abstrakten Bild der „Herrscherin“ einen menschlichen Alltag hinzu, in dem Nähe zu Geschwistern, Lachen und strenge Bewachung selbstverständlich sind.

Im weiteren Verlauf bestätigt die Sitzung ein zentrales Element der ptolemäischen Herrscherpraxis: die Geschwisterehe. Kleopatra beschreibt, wie sie ihren älteren Bruder heiratet, später nach dessen Tod einen zweiten Bruder.

Historische Texte berichten genau diese Konstellation: Kleopatra als Mitregentin und Ehefrau von Ptolemaios XIII. und später Ptolemaios XIV.

In der Sitzung wird jedoch eine innere Seite betont, die in den Quellen so nicht steht: Sie sagt, sie habe den zweiten Bruder gehasst, sei an seinem Tod beteiligt gewesen und habe bewusst das Ziel verfolgt, selbst Pharaonin zu werden.

Historiker vermuten seit langem Machtintrigen im Umfeld jener Todesfälle, können aber keine sicheren Details benennen. Die Rückführung zeichnet hier eine seelische Innenperspektive nach, in der der Wille zur eigenen Herrschaft und das Gefühl, sich aus zwangsweisen Verbindungen zu befreien, eine zentrale Rolle spielen.

Als sie schließlich alleinige Herrscherin wird, bringt Kleopatra dieses ambivalente Selbstbild deutlich zum Ausdruck. Einerseits betont sie ihr bewusstes Machtstreben: „Das war mein Ziel. Ich habe die Macht. Alle müssen mir huldigen.“

Gleichzeitig erlebt sie sich als Verantwortliche, die ihr Land gegen äußere Bedrohung schützen muss. Sie beschreibt ein Leben im Luxus – Bäder, Feste, zahlreiche Bedienstete – und doch bleibt der rote Faden: „Ich versuche, das Land zusammenzuhalten.

Wir werden durch Rom bedroht, und ich versuche eine Einigung zu finden, indem ich mich mit Julius Caesar einlasse.“

Diese Aussage deckt sich gut mit der historischen Situation: In der Spätphase der Ptolemäer ist Ägypten politisch und wirtschaftlich von Rom abhängig, und Kleopatra sucht ihre Stabilität in einem Bündnis mit dem mächtigsten Mann der römischen Welt.

Besonders deutlich wird in der Sitzung, dass die Beziehung zu Julius Caesar aus Kleopatras Sicht vor allem politisch motiviert war. Sie nennt den Altersunterschied, beschreibt ihn als „alt“, sich selbst als sehr jung und sagt offen: „Das ist Mittel zum Zweck.“

Die Forschung geht ebenfalls davon aus, dass die Verbindung zwar nicht gefühllos gewesen sein muss, aber primär politisch-strategischen Charakter hatte.

Interessant ist hier, dass die seelische Wahrnehmung genau diese nüchterne Einschätzung wiedergibt, während spätere Literatur und Filme gerne eine große Liebesgeschichte zwischen beiden erzählen.

Kleopatra betont, dass Caesar ihr hilft, Ägypten zusammenzuhalten und sie und ihr Reich schützt. Sie spricht von einem Sohn, auf den sie stolz ist – der Name, der ihr in der Trance in den Sinn kommt, weicht zwar vom überlieferten „Caesarion“ ab, die Konstellation „Sohn von Julius Caesar und Kleopatra“ entspricht aber den historischen Angaben.

Als Caesar zunehmend in Rom in politische Konflikte gerät, bleibt sie in Ägypten, bis sie schließlich selbst nach Rom reist, um ihre Präsenz und die ihres Sohnes in Erinnerung zu rufen: „Schaut mich an, hier ist Caesars Sohn.“ Die Reaktion in der Rückführung ist eindeutig negativ: Es kommt schlecht an, die Römer regen sich auf, und in der Folge wird Caesar ermordet.

Diese Spannungen sind auch in den antiken Quellen belegt, die Ermordung Caesars markiert tatsächlich einen Wendepunkt in der Geschichte – und in der Sitzung wird sehr klar, wie gefährlich die Lage für Kleopatra in diesem Moment wird. Sie kehrt nach Ägypten zurück und muss um ihre Position fürchten.

Nach Caesars Tod wendet sich der Fokus der Sitzung den neuen Machthabern in Rom zu: Octavian (der spätere Augustus), Marcus Antonius und ein weiterer Mitstreiter. Die Rückführung beschreibt, wie Marcus Antonius nach Ägypten kommt, Kleopatra begegnet – und sich zwischen beiden eine völlig andere Qualität von Beziehung entwickelt als zuvor mit Caesar.

Anders als bei der nüchternen Beschreibung des Bündnisses mit Caesar spricht Kleopatra jetzt von tiefer Liebe: „Das war mein Mann. Wir haben uns unsterblich ineinander verliebt. Wir waren eins.“ Die beiden feiern viel, genießen den Luxus, „leben wie die Made im Speck“ und bekommen drei Kinder, die sie ausdrücklich als „Kinder der Liebe“ bezeichnet. Historische Quellen berichten tatsächlich von drei gemeinsamen Kindern (Alexander Helios, Kleopatra Selene, Ptolemaios Philadelphos) und beschreiben aus römischer Sicht einen „Ausschweifungs- und Luxushof“ in Alexandria. In der Rückführung bekommt dieses Bild eine andere Färbung: Der Luxus wirkt nicht nur dekadent, sondern erscheint als Teil eines seelisch verabredeten Lebensplans, in dem Fülle, Genuss und Liebe bewusst erfahren werden sollten.

Parallel dazu werden die politischen Spannungen mit Octavian geschildert. Kleopatra beschreibt, wie Antonius seine römische Ehefrau verlässt, fast ständig in Ägypten ist und von Octavian als Verräter und Gefahr für Rom wahrgenommen wird. Auch dies ist mit der überlieferten Propaganda Roms gut vereinbar. Die entscheidende Seeschlacht gegen Octavian geht verloren, Marcus Antonius begeht daraufhin Selbstmord mit dem Schwert – ebenso, wie es antike Autoren überliefern.

Besonders spannend wird es bei Kleopatras Tod. In der Sitzung verschanzt sie sich mit ihren engsten Vertrauten im Palast, während Octavian auf dem Weg ist, sie gefangen zu nehmen und nach Rom zu bringen. Diese Drohung, als Trophäe im Triumphzug vorgeführt zu werden, ist ebenfalls historisch belegt. Kleopatra beschreibt einen klaren inneren Entschluss, das nicht zuzulassen: „Das lasse ich nicht zu. Ich habe alles gehabt und alles verloren.“ Daraufhin nimmt sie Gift. Sie betont ausdrücklich: „Keine Schlange. Kein Schlangenbiss.“ Stattdessen sei es irgendeine andere Giftmischung gewesen. Genau hier ergibt sich ein wichtiger Bezug zur modernen historischen Diskussion: Der berühmte Tod durch den Biss einer Kobra gilt vielen Forschern heute eher als römische Erzählung oder symbolische Ausschmückung. Die Sitzung stützt die Hypothese eines selbstgewählten Gifttodes ohne Schlangensymbolik und bietet damit eine seelische Perspektive, die sich mit kritischen historischen Einschätzungen deckt.

Nach ihrem Tod berichtet Kleopatra, dass ihre Kinder nach Rom gebracht werden. Der Sohn Caesars, so sagt sie, werde im Jugendalter getötet – „den lässt man nicht leben“ –, während die drei Kinder mit Marcus Antonius in Rom weiterleben. Auch dies entspricht im Kern den bekannten Daten: Caesarion wird tatsächlich nach der Eroberung Ägyptens hingerichtet, und die Kinder mit Antonius werden nach Rom überführt und dort in den kaiserlichen Haushalt integriert. Kleopatra betont, sie habe ihre Kinder noch eine Zeit lang aus der geistigen Welt begleitet, bevor sie „nach oben“ geht und dort Marcus Antonius wiedertrifft. Diese Wiederbegegnung wird als Erfüllung einer seelischen Verabredung gedeutet: Ihr beider Leben sei ein „Schauspiel“ gewesen, eine vorher getroffene Vereinbarung, in der sie ihre Liebe feiern und füreinander sterben wollten.

Auf Nachfrage zu den großen Linien der ägyptischen Geschichte macht Kleopatra in der Trance deutlich, dass die frühen Pharaonendynastien und ihre eigene späte ptolemäische Zeit seelisch und zeitlich weit auseinanderliegen. Sie spricht von sehr großen Zeiträumen, von „Tausenden bis Zehntausenden von Jahren“ und betont: „Ich war die Letzte.“ Damit bestätigt sie einerseits die historische Tatsache, dass mit ihr die letzte pharaonische Linie endet, andererseits passt diese Wahrnehmung in die metaarchäologische Sichtweise, die die verschiedenen Hochkulturphasen als voneinander deutlich getrennte Entwicklungszyklen versteht.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Sitzung betrifft die Frage nach ihrem Grab. Kleopatra sagt, man habe sie neben Marcus Antonius in Alexandria begraben, allerdings an einem Ort, der heute unter Wasser liegt: „Es ist alles unter Wasser, ganz viel Wasser.“ In der aktuellen Archäologie wird seit längerem im versunkenen Küstengebiet bei Alexandria, insbesondere in der Region von Taposiris Magna, nach dem Grabkomplex gesucht. Die Rückführung legt den Fokus ebenfalls auf ein überflutetes Gebiet im Raum Alexandria. Damit liefert sie keinen exakten Koordinatenhinweis, fügt sich aber erstaunlich nahtlos in den heutigen Stand der Forschung ein.

Sehr interessant ist auch die Frage nach der Verbindung zwischen Karin und Kleopatra. Karin selbst sagt während der Sitzung, dass sie sich persönlich nicht als „mit Kleopatra verbunden“ erlebt, sondern die Reise eher als wissenschaftlich empfindet. Gleichzeitig berichtet sie, dass Kleopatra ihr bereits in einer Meditation am Mittag vor der Sitzung erschienen sei. Daraus ergibt sich das Bild einer eher sachlichen, forschenden Stellvertreterreise, die aber von der Seele Kleopatras bewusst bejaht wird. Am Ende sagt Kleopatra ausdrücklich, sie habe sich auf diesen Tag gefreut und sei bereit, mit unserer Gruppe in Kontakt zu bleiben und einen Einblick in ihr Leben zu geben.

In der Gesamtschau bestätigt diese Sitzung eine Reihe historisch bekannter Fakten: Geschwisterehen im ptolemäischen Haus, die politische Rolle von Julius Caesar und Marcus Antonius, der Konflikt mit Octavian, die Kinder aus beiden Verbindungen, der Machtverlust und das Ende der Dynastie. Zugleich bereichert sie das geschichtliche Verständnis um mehrere Ebenen: eine innere Sicht auf Kleopatras Machtwillen und Verletzlichkeit, ihre Unterscheidung zwischen politischer Zweckbeziehung und tiefer Liebesverbindung, die seelische Deutung des gemeinsamen Schicksals mit Marcus Antonius, eine alternative (und mit modernen Hypothesen kompatible) Darstellung ihres Todes durch Gift sowie den Hinweis auf ein unter Wasser liegendes Grab im Raum Alexandria. Für unsere metaarchäologische Forschungsgruppe ist diese Reise damit weniger eine Korrektur der Geschichte als eine Verdichtung: Die bekannten Daten erhalten ein Gesicht, eine Stimme und eine bewusste seelische Perspektive, die historische Erzählung und geistige Erfahrung zu einem größeren Bild zusammenführt.

Wer sich die Sitzung nachträglich anhören möchte gelangt über den folgenden Link zur Audiodatei!