Auf den Spuren Platons vom 25.08.2025

Auf den Spuren Platons

Sitzungsplanung

Warum starten wir mit Platon?
Ich hatte einige Überlegungen, welche geschichtliche Figur sich wohl eignen könnte für eine Stellvertreterreise. Zu Beginn, so habe ich mir gedacht, sind geschichtliche Persönlichkeiten, die so enormes Wissen angehäuft haben, dass es noch bis in unsere heutige Zeit nachwirkt, eine gute Möglichkeit zu forschen. So könnten überlieferte Texte ergänzt oder vielleicht auch die Schreiber der Texte ans Licht gebracht werden.
Da ich selbst zwei Werke Platons besitze – das eine wegen der geschichtlichen Überlieferung der Atlantisgeschichte und das andere wegen Platons Überlegungen zur Realität –, habe ich dort direkt eine positive Verbindung hingespürt. In ruhigen Minuten kommen nun schon Bilder, wie wir, die Gruppe um Platon, feixend am Strand entlanglaufen und übermütig philosophieren. Dabei spüre ich viel Freude, Neugier, vielleicht ein bisschen Überheblichkeit und das Gefühl, dass alles möglich ist.
Aktuell habe ich das Gefühl, dass Platons Texte nicht von einer einzelnen Person, also Platon, geschrieben wurden, sondern auch über sein Ableben hinaus durch seine Mitstreiter und Schüler ergänzt wurden. Fühle ich weiter in die Person Platons hinein, so spüre ich viel Kraft, Gesundheit und Schönheit. Einen Mann, der vielleicht nicht nur Frauen liebte, für den Sexualität aber auch von großer Wichtigkeit war. Aufgrund seines Charismas schienen ihm jedoch auch alle in seinem Umfeld zu Füßen zu liegen.
Trotz dieser immensen Lebensfreude und auch der Teilhabe an Festen und Gelagen gibt es den anderen Platon, den rein Philosophischen, der das ganze Universum erklären möchte. Der viele Abende alleine am Meer sitzt, in den Sonnenuntergang schaut und mit einem Stock seine Gedanken im Sand verewigt.
Ich spüre weitere Verbindungen von Platon zu Michelangelos David. War er inspiriert von diesen Texten? Werden zukünftige Stellvertreterreisen uns nach Florenz bringen? Aktuell öffnet sich ein ganzes Feld vor mir und ich freue mich wirklich sehr, am nächsten Montag gemeinsam mit euch darin vollständig eintauchen zu dürfen.

Geschichtlicher Kontext

Zu Platon gibt es sicherlich viel geschichtliches Wissen, das wir entdecken können. Ganz besonders interessiert mich jedoch seine Person, da er die einzige bekannte und wissenschaftlich anerkannte Quelle für Atlantis ist. Die Überlieferung der Atlantisgeschichte ist ausschließlich in zwei Dialogen Platons erhalten, dem Timaios und dem Kritias. In diesen Schriften wird die Erzählung als eine Traditionslinie dargestellt, die ihren Ursprung im alten Ägypten hat. Der Kritias bricht jedoch mitten in der Schilderung ab, sodass uns die Geschichte nur in fragmentarischer Form überliefert ist.

Im Mittelpunkt stehen mehrere historische Persönlichkeiten, die Platon als Träger und Vermittler der Erzählung einsetzt. Der athenische Gesetzgeber Solon, der um 640 bis 560 v. Chr. lebte und als einer der „Sieben Weisen“ galt, soll während einer Reise in die ägyptische Stadt Sais von Priestern die Kunde von Atlantis und einem urzeitlichen Athen erfahren haben. Er begann, diese Erzählung aufzuschreiben, konnte sie aber nicht vollenden. Ein Vorfahr der Familie Kritias, der im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte, soll die Geschichte direkt von Solon übernommen haben. Dadurch entstand eine familiäre Traditionslinie, die schließlich beim jüngeren Kritias, einem Verwandten Platons, ankam. Kritias der Jüngere, politisch als Mitglied der „Dreißig Tyrannen“ bekannt, tritt in Platons Dialogen als Erzähler auf und führt so die Überlieferung weiter. Als ursprüngliche Hüter des Wissens erscheinen die Priester von Sais, die Solon von einem sehr alten Krieg zwischen Ur-Athen und Atlantis berichteten.

Die Erzählung beschreibt ein urzeitliches Athen, das nach den ägyptischen Angaben 9000 Jahre vor Solons eigener Zeit existiert habe. Dieses Ur-Athen war eine hochentwickelte Kultur, deren Staatsordnung auf Tugend und Gemeinschaftssinn beruhte und die stark an Platons Idealstaat erinnert. In dieser fernen Vergangenheit sei es Athen gelungen, den Angriff von Atlantis zurückzuschlagen und andere Völker von dessen Herrschaft zu befreien.

Platon berichtet über Atlantis als ein mächtiges Inselreich, das „jenseits der Säulen des Herakles“ lag, womit die Straße von Gibraltar gemeint ist. Dort, so heißt es, beginne „ein Meer, das wirklich als ein Meer zu bezeichnen ist“, im Gegensatz zum nur wie eine „Hafeneinfahrt“ wirkenden Mittelmeer (Timaios 25a–b). Damit wird Atlantis ausdrücklich im Atlantik verortet.

Besonders eindrücklich ist die Schilderung der Hauptstadt mit ihrem konzentrischen Ringaufbau. Kritias berichtet:
„In der Mitte aber lag ein Hügel, nicht groß, ringsum von Meer und Land umgeben. Um ihn herum machten sie drei Wasser- und zwei Landringe, die abwechselnd die Insel umgaben, größer und kleiner, so daß einer von einem anderen rings eingeschlossen war, und ließen sie, als von Natur beschaffen, durch Brücken miteinander verbinden.“ (Kritias 115d–e).

Die Stadt besaß prächtige Bauten, darunter den Tempel des Poseidon:
„Er war hundert Meter lang, dreißig Meter breit und in angemessener Höhe errichtet. Er war ganz mit Silber überzogen, nur die Akroterien waren mit Gold bedeckt. Im Innern stand eine Statue des Poseidon, sechzig Ellen hoch, auf einem Wagen stehend, von sechs geflügelten Rossen gezogen.“ (Kritias 116c–d).

Auch die natürliche Fülle der Insel wird hervorgehoben. Atlantis sei „reich an Holz, an Metallen, an Früchten jeder Art und an zahllosen Tieren“ gewesen, darunter auch „eine damals noch lebende Gattung von Elefanten“ (Kritias 114e–115b).

Die Lage im Atlantik, die Größe des Reiches und die monumentale Gestaltung der Hauptstadt sollten den Eindruck einer überragenden Macht vermitteln. Platon betont, dass Atlantis einst „größer war als Libyen und Asien zusammen“ (Timaios 24e). Zugleich sei diese Größe mit Hochmut und Dekadenz einhergegangen – ein Kontrast zu der Tugendhaftigkeit des urzeitlichen Athens, das den Angriff von Atlantis zurückschlug.

Historische Einblicke der Reise
Platon wurde um 427 v. Chr. in Athen geboren und stammte aus einer einflussreichen Familie. Seine Mutter Periktione war mit dem Gesetzgeber Solon verwandt, sein Vater Ariston führte die Abstammung bis zu mythischen Königen zurück. Von Jugend an war Platon damit in den höchsten Kreisen Athens verankert. Er erhielt eine umfassende Ausbildung in Dichtung, Musik, Gymnastik und Philosophie – eine Erziehung, die ihn zum gebildeten Athener prädestinierte.
Bekannt ist, dass Platon als junger Mann Sokrates begegnete und dessen Denken sein Leben prägte. Weniger bekannt ist, dass er nicht nur Philosoph, sondern auch ein lebensfroher und charismatischer Mensch war. Dieser lebensbejahende Aspekt fiel mir schon vor meiner eigentlichen Stellvertreterreise auf. Bereits zwei Wochen zuvor sah ich immer wieder Bilder einer Gruppe junger Männer am Strand, feixend und voller Übermut. Das Gefühl, Gott und die Welt lägen einem zu Füßen und man könne alle Regeln umstürzen. Überliefert ist, dass Platon in Wettbewerben im Ringkampf antrat – ein Bild, das zu diesem jugendlichen Übermut passt. Muskeln, gepflegte Haare und ein getrimmter Bart. Bestätigt wurden diese Eindrücke in meiner Reise: „Ich habe geschnürte Sandalen an, hellbraunes Leder, mit goldenen Verzierungen. (…) Ich fühle mich als etwas Besonderes.“ Stolz auf Herkunft, Kleidung und geistige Ausbildung.
Die jungen Männer, mit denen ich zusammen bin, sind nicht nur Freunde, es scheinen auch erotische Gefühle mitzuschwingen.
Dennoch sehe ich mich direkt zu Beginn meiner Reise mit einer Frau, zu der ich mich stark hingezogen fühle. „Ich tanze mit einer wunderschönen Frau, dunkelhaarig, lachend, in einem Haus mit Blick aufs Meer.“ Wer sie war, bleibt unklar. Doch sie spielte zumindest für eine Zeit eine Rolle in Platons Leben. Aus einer Laune heraus scheint ein Kind entstanden zu sein. „Ich würde sagen, dass er um ihre Hand anhält.“ Sie trug edle Gewänder, das Kind schien die beiden aneinander zu binden. Trotzdem kam es wohl nicht zu einer Ehe: „Vielleicht war die Verbindung nicht gewollt, vielleicht vom Vater her, oder weil ich mich lieber mit meinen Freunden traf.“
Aus dieser Verbindung ging ein Sohn hervor. „Ich sehe mich mit dem kleinen Jungen am Meer. Ich erkläre ihm, warum die Sonne untergeht. Das ist mir wichtig.“ Platon widmete ihm Aufmerksamkeit und vermittelte Wissen, das er mit der Mutter nicht teilte. „Mit Frauen redet man darüber nicht. Das erkläre ich einem Kind, nicht meiner Frau.“ Diese Haltung entspricht der damaligen gesellschaftlichen Norm, in der Frauen vom philosophischen Diskurs ausgeschlossen waren.
Besonders eindrücklich ist die Szene, in der Platon seinen Sohn in den Kreis älterer Männer führte, in dem auch Sokrates saß: „Ich nehme den kleinen Jungen mit zu einem Treffen, da sind mehrere ältere Männer, vielleicht auch Sokrates. Meine Freunde sind da, und sie finden es toll, dass ich meinen Sohn mitgebracht habe. Sie beglückwünschen mich, was für ein aufgeweckter Kerl er ist.“ Der Knabe wurde dort als außergewöhnlich wahrgenommen – Platon wollte ihn offenbar in den intellektuellen Kreis hineinführen.
In Bezug auf seinen Sohn, die Hingabe zu der Männergruppe innerhalb der philosophischen Akademie und die Beziehung zu Frauen, zeigt sich auch, was wir heute als „platonische Liebe“ bezeichnen. Gemeint war damit nicht bloß Freundschaft, sondern die Liebe (Eros) als Kraft, die den Menschen vom Sinnlichen zum Geistigen führt: von körperlicher Anziehung über die Wertschätzung schöner Seelen bis hin zur Betrachtung des „Schönen an sich“. Für Platon war Liebe metaphysisch – eine Triebkraft zur Erkenntnis.
Im antiken Athen galt die Beziehung zwischen älteren Männern und jüngeren Schülern (Päderastie) als akzeptiert und sogar als wichtiger Bestandteil der Erziehung. Diese Beziehungen konnten körperliche Nähe beinhalten, verstanden sich jedoch vor allem als Weitergabe von Tugend und Wissen. Ehefrauen spielten darin keine Rolle, da Frauen von Bildung und Philosophie weitgehend ausgeschlossen waren. Platon selbst stellte die Liebe zwischen Männern in seinen Schriften über die körperliche Liebe zu Frauen, die er als „niedrigere Stufe“ betrachtete.
Tragisch ist die Wahrnehmung, dass der Sohn früh verstarb: „Ich sehe, dass dieser kleine Junge stürzt und stirbt. (…) Ich hätte auf ihn aufpassen sollen. (…) Es ist kein Vermächtnis da.“ Dieser Verlust belastete Platon schwer. Seine Frau gab ihm die Schuld, was die Beziehung zusätzlich belastete. So verschob sich sein Vermächtnis endgültig von der Familie auf die Philosophie und seine Schüler.
Platon blieb zugleich ein Mann voller Lebensfreude. „Ich bin unglaublich gern mit den Jungs zusammen. Wir machen einen drauf.“ Doch ebenso prägten ihn die langen philosophischen Gespräche seines Kreises: „Diese Gespräche über Politik, Frauen, Kindererziehung und Sklaven können wir nächtelang führen. Aber manchmal habe ich das Gefühl, man zerredet alles.“ Wenn er genug davon hatte, zog er sich zurück: „Wenn ich die Nase voll habe von Politik, ziehe ich mich gerne zurück und beschäftige mich mit Mathematik.“ In seinem Arbeitsraum umgaben ihn Messgeräte, geometrische Modelle und Pendel: „Ich habe Modelle von geometrischen Körpern. Damit zeichne ich und messe Flächen.“ Für ihn war dies nicht nur Theorie, sondern nützlich für Architektur und Entfernungsberechnungen.
Ein weiterer Aspekt war seine Faszination für fremde Kulturen. Historisch ist belegt, dass griechische Denker sich vom Wissen Ägyptens inspirieren ließen. Platon selbst schien dieses Wissen zu bewundern: „Ich sehe, wie viel die Ägypter schon aufschreiben. Sie sind viel organisierter als wir.“ Da er ihre Schrift nicht lesen konnte, nahm er einen jungen Begleiter an seine Seite: „Ich bringe mir von einer Reise einen kleinen Jungen mit, maximal 12 Jahre alt. Er übersetzt mir Schriften. Vielleicht hieß er Amir.“ Dieser Knabe wuchs mit Platon auf, wurde älter und zu einer wichtigen Bezugsperson: „Später unterstützt er mich, reicht mir die Hand, wenn ich Stufen hochgehe. Ich habe eine innige Bindung zu diesem kleinen, klugen Kerl.“ So erscheint er weniger als Sklave, sondern vielmehr als Schüler und Übersetzer – eine Brücke zwischen den Kulturen.
Platon starb 347 v. Chr. in Athen, etwa 80 Jahre alt. Überliefert ist, dass er während eines Gastmahls friedlich einschlief. Was bleibt, ist nicht nur das Bild des großen Philosophen, der Ideen wie das Höhlengleichnis oder den idealen Staat formulierte, sondern – ergänzt durch neue Einblicke – auch das Bild eines Menschen voller Lebensfreude, Liebe, Verlust und der Suche nach bleibendem Sinn.
Und im folgenden auch etwas, was mehr als reine Seele ist, eine Energie die Welten erschafft und verändert, auf einer Ebene die wir uns selbst als spirituelle Menschen kaum vorstellen können. 
Hier geht es um den Ursprung unserer Realität und darum, wie bestimmte Seelen als „Platzhalter“ wirken und große Veränderungen in der Menschheitsgeschichte begleiten.
Eine faszinierende Erfahrung, die mich selbst tief berührt hat und mir gezeigt hat, wie viel größer und komplexer unser Sein wirklich ist.
 
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Platon und die Manifestationsebene – Einblicke in die Entstehung unserer materiellen Welt
Ich habe mich dann mit Platon auf seine eigentliche Seinsebene begeben. Zunächst schien es so, als handele es sich um die Seelenebene, wie ich sie aus der Reinkarnationstherapie kannte – lichtvoll, friedlich, ein Ort des Rückblicks und der Vorbereitung. Doch bald wurde klar, dass dies eine andere Qualität war: dichter, gewaltiger, schöpferischer. Es war eine energetische Ebene, die ich Manifestationsebene nennen würde – ein Feld, in dem Energie gebündelt wird, um Materie hervorzubringen. „Wenn ich Platon auf Seelenebene sehe, ist da eine riesige Energie, goldfarben.“ Dieses Feld wirkte überwältigend, beinahe erdrückend. „Das ist so riesig, eine goldene Fläche, ehrfurchtgebietend. Ich fühle mich so klein neben ihm, und er sagt: Du bist größer, als du denkst.“ Als Reaktion auf seine Worte musste ich unwillkürlich lachen. Ich spürte Unwohlsein, sogar eine gewisse Angst angesichts seiner Größe.
Platon selbst nahm meine innere Reaktion wahr, meine Unsicherheit in Anbetracht der übermächtigen Energie. „Du brauchst keine Angst zu haben, aber wir sind mächtig.“ In diesem Satz lag zugleich Trost und Erklärung: Die Manifestationsebene ist nicht für die persönliche Heilung der Seele bestimmt, sondern für die schöpferische Transformation der Welt. Hier geht es nicht um individuelle Entwicklung, sondern um den Fortschritt des Ganzen.
In dieser Wahrnehmung zeigte sich Platon nicht mehr als Seele, so wie meine, im Lernzyklus, sondern als verdichtete Energie, die nicht für die eigene Weiterentwicklung inkarniert, sondern um der Menschen willen. Er gehörte zu einer Gruppe von Energien, die sich selbst als „Platzhalter“ bezeichnen: Fixpunkte in der Matrix des Lebens, die vorbestimmt sind und nicht verändert werden können. „Die Matrix, in die wir steigen, ist variabel. Aber es gibt Fixpunkte, die sind durch uns vorherbestimmt. Das sind diese Platzhalter.“ Um solche Fixpunkte herum entfaltet sich die Menschheitsgeschichte, sie markieren Wendepunkte und Zeitalter.
Das Bild einer pyramidenartigen, goldverzierten Kopfbedeckung erschien – Zeichen einer hohen priesterlich-herrscherlichen Rolle, vielleicht aus einer früheren Hochkultur wie Sumer oder Atlantis. „Es ist wie ein unendlicher Wissensspeicher, der oben alles anzapft und in vielen Generationen enorme Weiterentwicklung bewirkt.“ Die Botschaft war deutlich: Solche Energien wie die Platons verkörpern nicht nur Wissen, sie bringen es in die Welt, immer wieder in neuer Form. Sie sind Träger der Evolution, unabhängig von moralischer Bewertung. „Es geht nicht um gut oder böse. Es geht um alles, was möglich ist. Ohne Bewertung.“
Diese Rolle zeigte sich auch in dem Bild einer Atomexplosion, Symbol für das Potenzial schöpferischer Energie, das sowohl aufbauend als auch zerstörerisch wirken kann. Auch das Wissen um die Atombombe ist durch einen Platzhalter in diese Welt gebracht worden, also vorherbestimmt. Diese Platzhalter fungieren nicht als Richter über den Sinn dieser Entwicklungen, sondern als Kanal, der dafür sorgt, dass sie möglich werden. „Nur wenige Seelen haben die Fähigkeit, so weit zu beeinflussen. Dafür braucht es ein hohes energetisches Level.“
Die Verbindung zu späteren großen Gestalten wurde ebenfalls sichtbar. Die Wahrnehmung deutete an, dass Platons Energie sich nicht auf seine Inkarnation in Athen beschränkte, sondern weiterführte. „Gehe zu Leonardo“, war die Botschaft – und so entstand das Verständnis, dass Leonardo da Vinci eine spätere Inkarnation derselben großen Wissens-Seele war. Ebenso erschien das Bild jener mythischen Kulturbringer, die bei Ägyptern, Inkas oder Mayas zeitgleich auftraten und dort den Entwicklungsschub anstießen.
Für mich als Rückführungstherapeutin war die Begegnung mit dieser Ebene tiefgreifend. Anders als die lichte, heilende Seelendimension war dies ein Raum der Manifestation: verdichtet, machtvoll, fordernd. Ich spürte es körperlich: eiskalte Hände, Erschöpfung nach dem Kontakt, überwältigt von einer Energie, die weit größer war als alles, was ich zuvor erfahren hatte. Und doch lag darin ein Sinn. „Du bist auf einer Ebene, die du bis jetzt nicht kennst“, hieß es in der Botschaft, und genau das machte den Unterschied deutlich. Es war keine Ebene des Trostes oder der Heilung, sondern eine Ebene der Schöpfung, in der die Evolution der Menschheit entworfen und vorangetrieben wird. Hier entstehen die Fixpunkte, die den Verlauf der Geschichte bestimmen.
Platons Energie zeigte sich als Teil eines Kreises hochenergetischer Wesenheiten, die immer wieder inkarnierten, um Entwicklungsprozesse einzuleiten. Ihre Aufgabe war es, Wissen aus übergeordneten Dimensionen in die Materie zu bringen – nicht für ihre eigene seelische Reifung, sondern für die Weiterentwicklung der Menschheit als Ganzes. Diese Manifestationsenergie erscheint als gewaltiger Speicher, aus dem Zivilisationen schöpfen konnten, um Sprünge in Kultur, Technik und Philosophie zu vollziehen.
So verstand ich auch, warum Platon in der Überlieferung ein Fixpunkt der Philosophie geworden ist: Nicht allein, weil er ein begnadeter Denker war, sondern weil er eine jener verdichteten Energien verkörperte, die den Auftrag haben, geistige Ordnung in die Welt zu bringen. Die gleiche Energie floss später in Gestalten wie Leonardo da Vinci, dessen schöpferische Kraft und universelles Wissen auf eine ähnliche Weise den Lauf der Menschheitsgeschichte prägten.
Diese Erfahrung veränderte mein eigenes Verständnis von Reinkarnation und Seelenarbeit. Die Seele, wie ich sie aus der therapeutischen Praxis kenne, durchläuft Inkarnationen, um zu lernen, zu heilen, Erfahrungen zu sammeln. Doch es gibt Ebenen darüber hinaus, in denen Energien wirken, die nicht mehr für ihr eigenes Wachstum hier sind, sondern für uns. Sie sind Platzhalter, die Entwicklungsschritte einleiten, die uns in neue Zeitalter führen.
Am Ende verdichtete sich Platons Botschaft zu einem einfachen, klaren Satz: „Es geht bei allem um eure Entwicklung.“ Dieses Wort klang nach, getragen von der Kraft einer Energie, die weit über menschliches Maß hinausgeht, und es machte verständlich, warum die Begegnung so anstrengend, aber zugleich so bedeutungsvoll war. Hier offenbarte sich eine Dimension, die nicht nur Leben begleitet, sondern Wirklichkeit erschafft – die Manifestationsebene.

Wer sich die Sitzung nachträglich anhören möchte gelangt über den folgenden Link zur Audiodatei!