Die Sphäre der Sternenföderation vom 20.07.26

Erinnerungen an ein früheres Leben auf einer künstlich erschaffenen Welt

Unsere Forschungsreisen beginnen grundsätzlich ohne festgelegtes Ergebnis. Niemand kennt das Ziel einer Reise im Voraus. Wir folgen den Wahrnehmungen unserer Forschungsmitglieder Schritt für Schritt und gleichen die gewonnenen Informationen anschließend mit früheren Reisen ab.
Der Ausgangspunkt dieser Forschungsreise war eine Beobachtung unseres Forschungsmitglieds Kathrin M.. Bereits seit längerer Zeit berichtete sie immer wieder von derselben außergewöhnlichen Welt – einem gewaltigen technologischen Planeten oder einer künstlich erschaffenen Sphäre, die sie in Träumen und inneren Bildern wahrnahm. Gemeinsam beschlossen wir deshalb, dieser Wahrnehmung gezielt nachzugehen.
 

Eine Reise, die völlig anders begann

Überraschenderweise führte die Reise zunächst gar nicht zu dieser technologischen Welt.
Kathrin M. fand sich zunächst an ihrem persönlichen Kraftort wieder – einer klaren Wasserquelle, einem Bach und einem alten Berg mit einer in den Fels geschlagenen Treppe. Alles wirkte vertraut und friedlich. Nichts deutete darauf hin, dass diese Reise schließlich weit über die Erde hinausführen würde.
Erst als sie den Aufstieg über die glatten Steinstufen abbrach und wieder ins Wasser zurückkehrte, begann sich ihre Wahrnehmung grundlegend zu verändern. Sie tauchte immer tiefer hinab und bemerkte plötzlich eine Veränderung ihres eigenen Körpers.
 
„Ich habe Flossen … Ja, es sieht ganz danach aus.“
Unmittelbar danach musste sie lachen.
 
„Ich weiß auch nicht, warum das so lustig ist …“
Gerade dieser Moment war für die gesamte Forschungsgruppe besonders interessant. Die Freude, die sie empfand, war vollkommen authentisch. Gleichzeitig versuchte ihr menschlicher Verstand, diese Wahrnehmung sofort mit bekannten Bildern wie Meerjungfrauen oder Meermenschen in Verbindung zu bringen. Die Erfahrung selbst fühlte sich jedoch keineswegs märchenhaft an, sondern vollkommen selbstverständlich.
Mit jeder weiteren Minute wurde deutlicher, dass Kathrin M. nicht irgendein unbekanntes Wesen beobachtete, sondern sich selbst in einem früheren Leben als Angehörige dieser Spezies wahrnahm.
 

Erinnerungen an eine andere Welt

Gemeinsam mit weiteren Angehörigen ihres Volkes bewegte sie sich spielerisch durch das Meer. Sie beschrieb Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die gemeinsam schwammen, miteinander lachten und sich wie ein großer Schwarm bewegten. Selbst der Kontakt mit einem großen Fisch löste keine Angst aus, sondern wurde als selbstverständlich erlebt.
Kurz tauchte innerhalb der Reise sogar der Gedanke an Atlantis auf. Doch dieser Eindruck verschwand ebenso schnell wieder. Immer deutlicher wurde, dass diese Erinnerungen nicht zu einer versunkenen Kultur der Erde gehörten, sondern zu einer völlig anderen Welt.
Hier entstand für unsere Forschungsgruppe eine neue Fragestellung.
Nahezu jede Kultur der Erde kennt Überlieferungen über Meermenschen, Nixen oder fischähnliche Wesen. Unsere Forschungsreise kann selbstverständlich weder bestätigen noch widerlegen, woher diese Mythen stammen. Interessant war jedoch, dass diese Assoziationen ganz spontan entstanden, obwohl Kathrin M. sich selbst nicht als mythologische Gestalt, sondern als Mitglied einer außerirdischen Spezies wahrnahm. Es bleibt daher eine spannende Forschungsfrage, ob einzelne Überlieferungen möglicherweise auf reale Begegnungen oder außergewöhnliche Erfahrungen mit einer solchen Spezies zurückgehen könnten.

 

Der Übergang zur Sphäre

Als sich plötzlich ein menschliches Schiff näherte, reagierte die Gruppe sofort.
 
„Menschen haben uns erschreckt … wir zeigen uns nicht.“
Es entstand dabei jedoch nie der Eindruck von Angst. Vielmehr schien das Verbergen ein selbstverständlicher Teil ihres Zusammenlebens mit der Menschheit zu sein.
Nachdem das Schiff verschwunden war, begann einer der außergewöhnlichsten Abschnitte der gesamten Reise.
 
„Von oben kommt etwas und nimmt uns auf … wie ein Tunnel aus energetischen Ringen.“
Kathrin M. beschrieb einen Tunnel aus konzentrischen Energieringen, der die gesamte Gruppe aufnahm. Während dieses Übergangs verschwanden ihre Flossen ebenso selbstverständlich, wie sie zuvor entstanden waren. Später erklärte sie, dass sich ihr Volk körperlich allein durch seine Vorstellungskraft an unterschiedliche Lebensräume anpassen könne. Auch hierin fanden wir eine bemerkenswerte Parallele zu früheren Forschungsreisen, in denen Materie und Technologie immer wieder als bewusstseinsabhängig beschrieben wurden.

„Jetzt habe ich den Bezug zu dem Planeten.“

Der eigentliche Wendepunkt der Reise kam völlig unerwartet.
 
„Jetzt habe ich den Bezug zu dem Planeten, den ich gesehen habe.“
Mit diesem Satz verbanden sich plötzlich alle Eindrücke der vergangenen Monate. Die Unterwasserwelt war kein eigenständiger Ort gewesen, sondern die Erinnerung an ihr früheres Leben innerhalb jener technologischen Welt, die sie bereits so lange wahrgenommen hatte.
 

Die Sphäre der Sternenföderation

Vor ihr öffnete sich kein gewöhnliches Raumschiff.
 
„Das ganze Schiff scheint eine Stadt zu sein.“
Kurz darauf ergänzte sie:
 
„Es ist wie eine Stadt unter einer Kugel.“
Mit jeder weiteren Beschreibung entstand das Bild einer gigantischen künstlich erschaffenen Welt. Kathrin M. nahm weitläufige Wälder, Städte und riesige Konferenzebenen wahr, auf denen sich unterschiedlichste Sternenvölker begegneten. Die Dimensionen dieser Sphäre erschienen so gewaltig, dass Entfernungen kaum noch einzuschätzen waren. Es wirkte weniger wie ein Raumschiff als vielmehr wie ein vollständig erschaffener Planet mit eigener Natur, Infrastruktur und Lebensräumen.
Innerhalb dieser Sphäre bewegte sie sich anschließend mit kleinen geschlossenen Zweisitzern fort. Die Beschleunigung empfand sie als nahezu unvorstellbar – spontan dachte sie an Lichtgeschwindigkeit. Gleichzeitig beschrieb sie keine klassische Fahrt. Die Fahrzeuge schienen sich am Zielort einfach in Energie aufzulösen und an anderer Stelle wieder zu erscheinen. Diese Fortbewegung fand ausschließlich innerhalb der riesigen Sphäre statt.
Später erklärte sie außerdem:
 
„Wir haben einen Schutzschirm … Die Menschen können ihn nicht sehen.“
Daraus entstand der Eindruck, dass sich diese Sphäre frei bewegen kann und sich möglicherweise sogar zeitweise in Erdnähe befindet, jedoch durch eine Art Tarnung oder dimensionsähnliche Verschiebung unserer Wahrnehmung verborgen bleibt.
 

Das Volk der Sphäre

Ebenso detailliert waren die Beschreibungen ihrer eigenen Spezies.
Kathrin M. nahm sich selbst als junges Mitglied dieser Gemeinschaft wahr. Die Wesen wirkten grundsätzlich humanoid, gleichzeitig aber eindeutig nicht menschlich. Ihre Haut war sehr hell, fast weiß. Besonders auffällig waren perlmuttartig schimmernde Schuppen, die je nach Lichteinfall irisierend glänzten und sich vor allem an Armen und später auch im Gesicht zeigten. Unter Wasser verbanden sich diese Schuppen mit ihren Flossen, außerhalb des Wassers verschwanden sie nahezu vollständig. Der gesamte Körper schien sich flexibel an unterschiedliche Lebensräume anpassen zu können.
Ebenso ungewöhnlich war ihre Beschreibung der Fortpflanzung. Es handelte sich weder um reine Energiewesen noch um klassische Humanoide. Neue Mitglieder des Volkes schlüpften aus Eiern. Familien im menschlichen Sinn mit Vater und Mutter existierten nicht. Stattdessen übernahm die gesamte Gemeinschaft Verantwortung für den Nachwuchs. Kathrin M. beschrieb ihre eigene Aufgabe darin, sich um die jüngeren Kinder zu kümmern und sie auf ihren ersten Ausflügen zu begleiten. Dadurch erinnerte die Gesellschaft in manchen Aspekten an einen Schwarmorganismus – allerdings ohne den Verlust individueller Persönlichkeit oder Freiheit.
 

Vergleich mit früheren Forschungsreisen

Gerade im Vergleich mit unseren bisherigen Forschungsreisen zeigten sich bemerkenswerte Parallelen.
Bereits in der Reise mit Janes und dem Hüter der DNA begegneten uns hochentwickelte Technologien, die eng mit Bewusstsein verbunden zu sein schienen. Auch dort standen Verantwortung, Wissen und Entwicklung im Mittelpunkt.
Neu war diesmal die Beschreibung eines vollständig künstlich erschaffenen Lebensraums, der verschiedenen Sternenvölkern als gemeinsamer Treffpunkt dient. Gleichzeitig bestätigten sich erneut Motive, die bereits unabhängig voneinander in mehreren früheren Reisen aufgetaucht waren: der Austausch von Technologien zwischen unterschiedlichen Zivilisationen, eine föderative Zusammenarbeit sowie die Vorstellung, dass hochentwickelte Kulturen Verantwortung über Macht stellen.
Besonders eindrucksvoll war auch die Schilderung der eigenen Vergangenheit dieses Volkes. Nach den Erinnerungen Kathrins verlor die Zivilisation ihren ursprünglichen Heimatplaneten durch eine Kombination aus Klimaveränderungen, Ressourcenknappheit und Krieg. Aus dieser Erfahrung entwickelte sich offenbar eine Kultur, deren oberstes Ziel heute darin besteht, Konflikte zu vermeiden und das Wohl der Gemeinschaft über Einzelinteressen zu stellen.
 

Abschlussbotschaft

Einen schönen Moment bildete ihre Abschlussbotschaft.
 
„Kinder der Erde werden eine Zukunft haben.“
Diese Aussage war tatsächlich ein Ausdruck von Hoffnung und Zuversicht, in Bezug auf die angespannte politische Lage, die wir gerade Weltweit erfahren. Ebenso deutlich war die Botschaft, dass Schutz, Zusammenarbeit und friedliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Für mich ein wirklich wunderbarer Abschluss.