Rückführung zu Kaiser Augustus und Cynthia – eine Liebesgeschichte zwischen Geschichte und Dichtung? vom 11.09.25
Die Rückführung von Karin führte uns in ein früheres Leben, das eine enge Verbindung zu Kaiser Augustus offenbarte.
Schon kurz nach der Entspannung beschrieb sich Karin, wie sie die Stufen der Treppe am Kraftplatz in freudiger Erwartung hoch rannte. Kurz darauf fand sie sich auf einer Pflasterstraße wieder, die nach Rom führte. Sie beschrieb eindrucksvoll die Szene: eine Kutsche, innen mit rotem Stoff gepolstert, goldverziert und luxuriös. Ihre Kleidung war eine römische Toga, gehalten von einer reich verzierten Fibel, die auf hohen sozialen Rang schließen lässt. Ihre Haare waren rötlich – eine in Rom seltene Haarfarbe, die damals auffiel und oft als exotisch empfunden wurde.
Als Karin in das Leben hineinschaute, stellte sie sich als Cynthia vor. In ihrer Wahrnehmung war sie zunächst als junge Frau aus einem fremden Land versklavt worden. Augustus begegnete ihr in dieser Zeit, und zwischen beiden entstand sofort eine tiefe, leidenschaftliche Liebe. Er befreite sie aus der Sklaverei, und bald lebte sie in einem prächtigen Haus am Rande Roms – offiziell nicht als Ehefrau, aber als Geliebte und Vertraute, vergleichbar mit einer römischen Maitresse.
Karin schilderte die Beziehung sehr emotional: Augustus war zuvorkommend, liebevoll und aufmerksam. In der Rückführung wurde deutlich, dass diese Liebe keine politische Verbindung, sondern eine Herzensbeziehung war – ein Gegensatz zur damals üblichen Praxis, politische Allianzen durch Heirat zu festigen. Karin beschrieb, dass sie diese Liebe als „die Liebe ihres Lebens“ empfand. Kinder gingen aus der Beziehung nicht hervor, was ihrer Aussage nach sowohl an den Umständen als auch an ihrem eigenen Wunsch lag, in einem fremden Land keine Familie zu gründen.
Besonders spannend ist der mögliche historische Abgleich:
Die antike Dichtung kennt den Namen Cynthia vor allem durch die Elegien des Sextus Propertius. In diesen Gedichten schildert Properz seine Leidenschaft für eine Frau namens Cynthia. Historische Quellen, etwa der Gelehrte Apuleius, berichten, dass Cynthia in Wirklichkeit Hostia hieß – eine Frau aus gutem Hause.
Die antike Dichtung kennt den Namen Cynthia vor allem durch die Elegien des Sextus Propertius. In diesen Gedichten schildert Properz seine Leidenschaft für eine Frau namens Cynthia. Historische Quellen, etwa der Gelehrte Apuleius, berichten, dass Cynthia in Wirklichkeit Hostia hieß – eine Frau aus gutem Hause.
Aus unserer Forschung heraus ergeben sich nun neue Perspektiven:
Wenn Cynthia tatsächlich Augustus’ Geliebte war, könnte Properz sie aus der Ferne beobachtet haben. Seine Elegien wären dann nicht wie bisher vermutet eine Liebesdichtung die auf eigenen Erfahrungen fußt, sondern Ausdruck unerwiderter Liebe und Eifersucht.
Dies würde erklären, warum er Augustus selbst in seinen Gedichten nie direkt angreift – ein offenes Bekenntnis hätte seinen Tod bedeutet. Stattdessen verschlüsselt er die Situation in poetischen Bildern. Augustus ahnte vermutlich nichts von den Gefühlen des Dichters.
Wenn Cynthia tatsächlich Augustus’ Geliebte war, könnte Properz sie aus der Ferne beobachtet haben. Seine Elegien wären dann nicht wie bisher vermutet eine Liebesdichtung die auf eigenen Erfahrungen fußt, sondern Ausdruck unerwiderter Liebe und Eifersucht.
Dies würde erklären, warum er Augustus selbst in seinen Gedichten nie direkt angreift – ein offenes Bekenntnis hätte seinen Tod bedeutet. Stattdessen verschlüsselt er die Situation in poetischen Bildern. Augustus ahnte vermutlich nichts von den Gefühlen des Dichters.
Ein Beispiel aus Buch I, Elegie 1.1, verdeutlicht diesen inneren Konflikt:
„Cynthia hat mich zuerst mit ihren Augen gefesselt,
als ich noch frei war, nie durch Liebe gezwungen.“
als ich noch frei war, nie durch Liebe gezwungen.“
Wenn wir diese Zeilen in diesem neuen Licht lesen, könnten sie auch von einem Mann geschrieben sein, der eine Frau liebt, die unerreichbar ist, weil sie bereits einem der mächtigsten Männer Roms gehört.
Übereinstimmungen zwischen Rückführung und historischer Überlieferung:
- Zeitlicher Rahmen:
- Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) war zur Zeit der Rückführung etwa gleich alt wie Cynthia, was mit Karins Wahrnehmung (beide ca. 25 Jahre) übereinstimmt.
- Properz war ebenfalls zeitgleich aktiv (ca. 47 v. Chr. – 15 v. Chr.).
- Sozialer Status Cynthias:
- Karin beschrieb eine luxuriöse Umgebung mit Dienerschaft, prachtvoller Kleidung und römischem Status – deckt sich mit der Vorstellung einer hochgestellten Geliebten.
- Rötliche Haare:
- In der römischen Gesellschaft waren rötliche Haare exotisch. Germanische oder gallische Frauen wurden oft mit dieser Haarfarbe beschrieben.
- Karin berichtete, sie sei ursprünglich aus einem anderen Land versklavt worden – historisch plausibel, da römische Feldzüge viele Frauen versklavten.
- Diskrete Treffen:
- Augustus war politisch gebunden und offiziell verheiratet (u. a. mit Livia Drusilla).
- Eine geheime Geliebte außerhalb des Palastes ist historisch wahrscheinlich, da solche Beziehungen üblich waren, aber diskret gehandhabt wurden.
Neue Hypothese:
Die Rückführung eröffnet die Möglichkeit, dass:
Die Rückführung eröffnet die Möglichkeit, dass:
- Cynthia die geheime Geliebte des Augustus war.
- Properz sie verehrte, jedoch nur von außen an dieser Liebe teilhaben konnte.
- Seine Gedichte somit nicht nur persönlicher Ausdruck, sondern auch stilles Beobachten und Herzschmerz darstellen.
- Die Spannungen, die wir in den Elegien spüren, könnten die Eifersucht eines Mannes widerspiegeln, der wusste, dass er niemals mit Augustus konkurrieren kann.
Diese Rückführung bietet faszinierende Ansätze für unsere Forschung:
Sie verbindet poetische Literatur mit konkreter Geschichte und zeigt, wie persönliche Schicksale hinter den offiziellen politischen Strukturen verborgen bleiben.
Wenn Properz tatsächlich Zeuge dieser Liebe war, eröffnet das eine völlig neue Lesart seiner Elegien – nicht nur als Dichtung über Leidenschaft, sondern als Dokument einer verbotenen Liebe im Schatten der Macht.
Sie verbindet poetische Literatur mit konkreter Geschichte und zeigt, wie persönliche Schicksale hinter den offiziellen politischen Strukturen verborgen bleiben.
Wenn Properz tatsächlich Zeuge dieser Liebe war, eröffnet das eine völlig neue Lesart seiner Elegien – nicht nur als Dichtung über Leidenschaft, sondern als Dokument einer verbotenen Liebe im Schatten der Macht.
Vielleicht ist die Reise stellvertretend für Properz eine neue Möglichkeit Karins Erfahrungen noch einmal zu untermauern
Wer sich die Sitzung nachträglich anhören möchte gelangt über den folgenden Link zur Audiodatei!
